„Engagement für mehr Menschlichkeit“ MdB Gesenhues beim SKF Ibbenbüren

Pressemeldung des Bundestags: „Engagement für mehr Menschlichkeit“

MdB Gesenhues im Austausch mit dem Vorstand des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. in Ibbenbüren

Ibbenbüren. „Das Leben ist vielfältig und bunt. Aber es gibt herausfordernde Lebenssituationen für die wir hier über unseren Verein Sozialdienst katholischer Frauen (SkF e.V.) vielfältige Hilfestellungen anbieten“, erklärten die Frauen des Vorstandes und ihre Geschäftsführerin Barbara Kurlemann dem hiesigen Bundestagsabgeordneten Jan-Niclas Gesenhues zu Beginn seines Besuches in der Geschäftsstelle des Vereins in Ibbenbüren, den er zusammen mit Vertreterinnen des Ortsverbandes von Bündnis 90/Die Grünen unternahm.

Aufgrund der unterschiedlichen Arbeitsfelder und Angebote des Sozialdienstes, wie z.B. die Tafel, der integrativen und interkulturellen Begegnungsstätte und der breit aufgestellten sozialen Beratungsdienste u.a. auch in der Frauen-, Kinder- und Jugendhilfe, erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen umfassenden Einblick in gesellschaftliche Entwicklungen.

„Ein besonderes Augenmerk gilt in unserem Verein den Frauen, denn Altersarmut ist weiblich und auch das Thema Gewaltschutz hat für Frauen eine besondere Bedeutung“, erläuterte Geschäftsführerin Barbara Kurlemann. Außerdem beobachten sie im Verein, dass die Schere zwischen Menschen mit hohem Lebensstandard und Menschen, denen manchmal in den letzten Tagen des Monats kein Cent mehr zur Verfügung steht immer größer werde.

Zudem zeige sich, dass sich diese Entwicklung immer mehr verfestige. „Gelegenheiten für Einblicke in Lebensumstände anderer sozialer Schichten sind immer weniger gegeben“, ergänzte Kurlemann. Die Frauen des Vorstandes sehen hier eine beunruhigende Entwicklung, da dies den sozialen Frieden der Gesellschaft langfristig gefährdet und die Nachvollziehbarkeit der Gesellschaft für Armutslagen geringer zu werden scheint. Sie erwarten hier Antworten und Unterstützung seitens der Politik, diese Entwicklung aufzuhalten und umzukehren.

Der SkF e.V. Ibbenbüren ist aufgrund einer Freiwilligenbörse KISTE (Kontakt und Information für soziale Tätigkeit im Ehrenamt) gut aufgestellt Helferinnen und Helfer für freiwilliges, auch projektbezogenes Engagement zu finden. Dennoch wünscht sich der Verein insgesamt eine höhere Wertigkeit und Würdigung der sozialen Arbeit in der Gesellschaft. Eine wichtige Aufgabe wird es in den kommenden Jahren sein, Menschen für soziales Engagement zu sensibilisieren und besonders auch junge Leute diesen Wert zu vermitteln.

Gesenhues resümierte zum Schluss: „Die Arbeit der Haupt- und Ehrenamtlichen des Vereins ist ein Engagement für mehr Menschlichkeit in unserer Gesellschaft. Es ist beeindruckend mit welchem hohen Einsatz und Begeisterung hier wichtige Aufgaben der sozialen Arbeit geleistet werden.“

Um die Arbeit vor Ort noch besser kennenzulernen, wurde zum Ende des Austausches vereinbart, dass Jan-Niclas Gesenhues an einem Tag in der Tafel Ibbenbüren mithelfen wird.


 

Geballte Frauenpower - Frauentag beim OV Ibbenbüren

Geballte Frauenpower

Geballte Frauenpower versammelte sich am Internationalen Frauentag in der neuen Grünen-Geschäftsstelle in der Brunnenstraße in Ibbenbüren. Die Organisatorinnen Svea Nitsche und Gudula Benning begrüßten rund 40 engagierte Frauen aus Politik, Kultur und Gesellschaft. Besonders freuten sie sich, dass Bärbel Höhn, ehemalige grüne NRW-Landwirtschaftsministerin, extra aus Oberhausen angereist war. Ebenso begrüßten sie Silke Wellmeier, Kandidatin der Grünen für die Landtagswahl am 15. Mai.

Die Grünen hatten eingeladen zum Film „Die Unbeugsamen“, einer packenden Dokumentation darüber, wie Frauen in männliche Gefilde eindringen und Politik verändern. Im Anschluss entwickelte sich ein Gespräch mit Bärbel Höhn über ihre eigenen Erfahrungen und die Perspektiven für Frauen heute. „Wir können uns nicht auf dem Erreichten ausruhen. Gerade die Angriffe gegen junge Frauen wie Annalena Baerbock oder Luisa Neubauer sind unerträglich.“ Die Frauenquote bei den Grünen habe sich bewährt und könne auch in der Wirtschaft viel verändern. Bärbel Höhn appellierte an das Selbstbewusstsein der Frauen und mahnte zu Solidarität untereinander und mit den Männern, die sich für Gleichberechtigung einsetzen. „Wenn Frauen mit sexistischem Verhalten konfrontiert werden, ist das nicht ihr persönliches Problem. Es ist eine Herausforderung für die ganze Gesellschaft.“

Vor und nach der Veranstaltung hatten die Frauen Gelegenheit, auf dem Büchertisch zu stöbern, den Monika Heilemann vom Buchladen Am Alten Posthof zusammengestellt hatte. Rund 150 Euro spendeten die Gäste an diesem Abend für die Initiative „Den Kindern von Tschernobyl“, die Hilfe für die vom Krieg geplagten Menschen in der Ukraine organisiert. Gudula Benning: „Dieser katastrophale Krieg zeigt einmal mehr, dass wir Frauen uns einmischen müssen. Wenn Frauen in der russischen Politik mehr Einfluss hätten, wäre es womöglich nicht zu diesem Überfall auf die Ukraine gekommen.“


 

Grüne unterstützen „Impfen statt schimpfen“

Grüne unterstützen „Impfen statt schimpfen“

Die von allen Ratsmitgliedern und sachkundigen Bürger*innen beschlossene Resolution zur Corona-Situation möchten wir mit einigen Worten zu einer bisher unerwähnten, aber aus unserer Sicht wichtigen Bewegung noch ergänzen.

Seit Dezember beweisen Ibbenbürener Bürgerinnen und Bürger ihre Befürwortung der Impfmaßnahmen und gleichzeitig ihre Ablehnung gegenüber dem Verhalten der sogenannten "Spazierengehenden". Im Laufe der Wochen hat sich eine kleine Gruppe sehr engagierter Menschen bereit erklärt, die Organisation dieses Protestes mit dem Motto „Impfen statt schimpfen“ zu übernehmen.

Bisher wurden schon einige Aktionen durchgeführt. Die Übergabe von Dankeskörben an die Mitarbeitenden des Klinikums und die Demonstrationen vor Ort haben die mediale Aufmerksamkeit auf die Perfidität der damaligen "Spazierroute" gelenkt. Diese verlief bis dahin ausgerechnet entlang der Intensivstation. Durch die Hartnäckigkeit der Akteure von „Impfen statt schimpfen“ und anderer wurde erreicht, dass diese "Spaziergänge" nicht mehr am Krankenhaus vorbei gelenkt werden.

Für diesen Erfolg danken wir dem Orga-Team von „Impfen statt schimpfen“. Darüber hinaus danken wir den Ibbenbürener Bürgerinnen und Bürgern, die sich auch von Regen und Kälte nicht davon abhalten lassen, an den Aktionen teilzunehmen und somit Solidarität, Mitgefühl und Einigkeit beweisen. Sie sind Teil einer außergewöhnlichen Bewegung, die wir gesellschaftlich für unerlässlich halten. Das Bild, das die "Spazierengehenden" von der Gesellschaft und unserer Demokratie zeichnen wollen, entspricht nicht der Realität. Dieses verzerrte Bild wird durch die Gegendemonstrationen „Impfen statt schimpfen“ korrigiert.

Wir sind deshalb der Meinung, dass diese aus der Mitte der Ibbenbürener*innen entstandene Bewegung unbedingt unterstützt werden muss. Deshalb weisen wir gerne darauf hin, dass sich die Demonstrierenden zu „Impfen statt schimpfen“ immer donnerstags um 18 Uhr am Unteren Markt treffen. Grüne Vertreter*innen wirken selbstverständlich auch an den Demonstrationen mit und freuen sich über rege Teilnahme.

Die Ratsmitglieder und sachkundigen Bürger*innen der Grünen Ibbenbüren


 

Hospitation Caritas Altenwohnhaus Ibbenbüren

Grüne Ratsfrau Svea Nitsche hospitierte bei der Caritas im Altenwohnhaus in Ibbenbüren

Hospitation Altenwohnhaus

Svea Nitsche ist seit 2020 Ratsfrau für die Grünen im Rat der Stadt Ibbenbüren und Vorsitzende des Sozialausschusses. Vom 29. bis 30.12.2021 hospitierte sie bei der Caritas im Altenwohnhaus in Ibbenbüren.
 

Daniela Tietmeyer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, hat sie in einem Interview nach ihren Erlebnissen befragt:

Was hat Dich auf die Idee gebracht, ein freiwilliges Praktikum in einem Altenheim zu machen?

Als Vorsitzende des Sozialausschusses und Mitglied des Senior*innen-Beirats wollte ich hautnah den Tagesablauf in einem Altenheim kennenlernen.

Maik Feldmann, Vorsitzender des Senior*innen-Beirats und Haus- und Pflegedienstleiter des Caritas-Altenwohnhauses in der Synagogenstraße in Ibbenbüren, hat meine Idee sofort unterstützt und wir konnten einen Termin im Dezember 2021 vereinbaren.

Welche Bereiche wolltest Du kennenlernen?

Mir war sehr wichtig, mehr von der Situation der Pflegenden, aber eben auch der Bewohner*innen zu erfahren. Am ersten Tag durfte ich Annegret Brockschmidt, soziale Betreuerin des Altenwohnhauses, begleiten. Sie führte mich durch das ganze Haus. Begeistert war ich von der Küche des Hauses, hier wird täglich frisch Essen zubereitet.

Eine Friseurin bzw. ein Friseur tragen zum Wohlbefinden der Bewohner*innen bei. Beschäftigungs- bzw. Freizeitangebote, wie zum Beispiel Klangschalentherapie, Ausflüge oder auch Fingergymnastik bringen Abwechslung in den Alltag der Senior*innen. Besonders beliebt ist übrigens Bingo!

Was hat Dich beeindruckt?

Die sehr warme Atmosphäre und der Respekt gegenüber den Senior*innen, aber auch unter den Mitarbeiter*innen. Außerdem habe ich die Vorsitzende des Heimbeirats kennengelernt. Dieser Beirat trifft sich regelmäßig. Er nimmt Anliegen der Bewohner*innen entgegen und leitet diese gegebenenfalls an die Pflegedienstleitung weiter.

Was nimmst Du mit aus Deiner Hospitation?

Eine neue, andere Wahrnehmung des „Alterns“. Zum Beispiel war ich immer versucht, dem/r Bewohner*in zu helfen, die Tür zu öffnen oder Kaffee einzuschenken, schnell habe ich aber gemerkt, dass es sehr wichtig ist, mit Ruhe und Geduld erstmal zu schauen, ob der/die Senior*in es selbst hinbekommt. In einem Altenwohnhaus muss man den Zeiteinsatz für Tätigkeiten ganz anders betrachten. „Schnell, schnell“ ist hier keine Option. Diese Erfahrung hat sehr gutgetan.

Welche Impulse hast Du für Deine Arbeit im Sozialausschuss bekommen?
Der demografische Wandel wird auch unsere Stadt Ibbenbüren noch sehr fordern. Das Caritas Altenwohnhaus, wie sicherlich auch die anderen Altenheime in Ibbenbüren, sind gute Wohnmöglichkeiten, wenn ich alt bin und Hilfe im Alltag benötige.

Aber wird gerade für die geburtenstarke Generation genügend Platz in diesen Wohnformen vorhanden sein? Die Wartelisten der Altenheime sind schon heute sehr lang. Wie bekommen wir den Pflegenotstand in den Griff? Wie kann ich möglichst lange unabhängig leben? Wir müssen auf viele Fragen Antworten finden. Das kann nur gemeinsam gelingen. Und die Politik sollte genau wissen, worum es geht. Das geht am besten mit eigener Anschauung.


 

Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut

Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut – Armut geht uns alle an

Svea Nitsche, Ratsfrau der Stadt Ibbenbüren und Vorsitzende des Sozialausschusses hatte am 17. Oktober 2021 die Gelegenheit an der Veranstaltung „Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut“, organisiert vom SkF und SkM, in Dortmund teilzunehmen.

Aus diesem Anlass wurden von Armut betroffene Klient*innen zu ihrer aktuellen Situation und ihren Wünschen befragt.
Zu der Frage „Was fehlt Ihnen jeden Tag am meisten?“, wurde nicht „Geld“ genannt, sondern Wünsche wie Arbeit, Raum zum Basteln oder Kochen, Reisen oder menschliche Nähe. Besonders betroffen war Svea Nitsche von der Antwort auf die Frage „Was brauchst Du für ein besseres Leben?“: …dass ich ohne Strafe Essen aus Containern holen darf!

Dr. Peter Neher (Präsident des Deutschen Caritasverbandes) ist in seinen einführenden Worten zu diesem Fachtag auf die vielen Antworten der Betroffenen eingegangen. Den Kindern nichts bieten zu können, fehlende Perspektiven aber auch die schwierige Homeschooling-Situation in der Pandemie waren Antworten der befragten Personen. Arme und verletzliche Menschen nicht zu vergessen, war eine der ganz wichtigen Aussagen.

Prof. Antonio Brettschneider hat dann den 6. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung vorgestellt (der Link dazu: Lebenslagen in Deutschland - 6. ARB Kurzfassung (armuts-und-reichtumsbericht.de). Dieser Bericht wird seit 2001 alle vier Jahre erstellt. Die Zahlen und Fakten aus diesem Bericht machen mich sehr nachdenklich, erklärte Svea Nitsche.

„Gesellschaft und Politik sind deutlich gefordert die Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern. Sie haben ein Anrecht auf Würde und Respekt. Ich bin sehr froh über den unermüdlichen Einsatz unserer Verbände in Ibbenbüren,“ sagt Svea Nitsche.

Die Zusammenfassung der Wünsche sind zu finden auf der Homepage des Sozialdienstes kath. Frauen, Ibbenbüren:

https://www.skf-ibbenbueren.de/fileadmin/user_upload/03_Fachdienste/02_Allgemeine_Soziale_Beratung/Broschure-Armutstag2021-web-1.pdf


 

Stadträtin Svea Nitsche beim Sozialdienst Katholischer Frauen

Svea Nitsche ist seit 2020 Stadträtin für die Grünen im Rat der Stadt Ibbenbüren und Vorsitzende des Sozialausschusses. Vom 18. bis 20.05.2021 hospitierte sie beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und begleitete die Arbeit der Tafel in Ibbenbüren.

Daniela Tietmeyer, 1. Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bündnis 90 / Die Grünen, stellte folgende Fragen:

Was hat Dich auf die Idee gebracht, ein freiwilliges Praktikum zu machen?
Als Vorsitzende des Sozialausschusses ist es mir sehr wichtig, viel über die sozialen Belange und Bedürfnisse der Ibbenbürener Bürger*innen zu erfahren.

Wie bist Du zum Sozialdienst katholischer Frauen gekommen?
Über die Angebote des Sozialdienstes katholischer Frauen habe ich in der Vergangenheit immer mal wieder gelesen: Tafel, Suppenküche, Sozialkaufhaus. --- Das hat mich neugierig gemacht. Deshalb habe ich SkF-Geschäftsführerin Barbara Kurlemann auf eine mögliche Hospitation angesprochen. Sie hat sofort zugesagt und wir haben ein paar Tage im Mai verabredet.

Welche Bereiche wolltest Du kennenlernen?
Möglichst viele. Der SkF ist so vielfältig: Adoptions- und Pflegedienst, die Fachberatung Kindertagespflege, Allgemeine Sozialberatung, Frauenwohnhaus, Freiwilligenbörse, Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung, der Betreuungsverein und so weiter und so fort. Da musste ich mich schon entscheiden. Ich hatte mich auf Tafel, Suppenküche und Sozialkaufhaus gefreut. Die Coronaschutzmaßnahmen haben diese Wahl noch weiter eingeschränkt. Ich konnte in der Tafel mitarbeiten und habe dort einen wirklich intensiven Einblick erhalten.

Wo warst Du eingesetzt?
Ich habe aktiv an der Lebensmittelabgabe der Tafel teilgenommen. An einem Vormittag habe ich Fahrten übernommen, um Lebensmittel abzuholen. Über die Tafel werden Lebensmittel, die von den Supermärkten aussortiert wurden, an Bedürftige (sozial benachteiligte Menschen) abgegeben. Die Tafel erhält Lebensmittel, die kurz vor dem Ablauf des Haltbarkeitsdatums sind. Wenn das Haltbarkeitsdatum erreicht oder überschritten ist, werden insbesondere Lebensmittel nicht mehr verkauft. Dabei sind sie zu diesem Zeitpunkt völlig in Ordnung und genießbar.

Was hast Du gelernt?
Mir war nicht klar, wie viel Organisation und Arbeit hinter einer Einrichtung wie der Tafel stecken. Ein Rädchen greift ins andere. Die Touren zur Abholung der Lebensmittel müssen geplant und mit den entsprechenden Ehrenamtlichen besetzt werden. Wenn jemand ausfällt, muss schnell umgeplant und Ersatz gefunden werden.

Was hat Dich beeindruckt?
Ich habe erlebt, mit wie viel Engagement die Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen arbeiten. Das ist wirklich großartig. Begeistert hat mich die Zuverlässigkeit aller Beteiligten.

Wie ist die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen?
Mir ist aufgefallen, dass Ehrenamtliche und beruflich Mitarbeitende nicht nur ihre Bereiche im Blick haben, sondern auch direkt reagieren, wenn etwas in einem der anderen Zuständigkeitsbereiche fehlt oder ergänzt werden muss. Alle schauen völlig selbstverständlich über den „Tellerrand“.

Was nimmst Du mit aus Deiner Hospitation?
Die Tage waren sehr einprägsam, aber auch anstrengend. Ich habe großen Respekt vor der Arbeit für die Tafel. Prima finde ich, dass so viele Geschäfte in der Umgebung ihre Lebensmittel für diese Einrichtung spenden und damit den Kreislauf dieses Systems am Laufen halten.

Allerdings ist mir auch klargeworden, dass wir unseren Umgang mit Lebensmitteln gründlich hinterfragen müssen. Wie viele Lebensmittel wirklich aussortiert werden, davon habe ich vorher nur eine ungefähre Ahnung gehabt. Nur weil das Haltbarkeitsdatum erreicht ist, heißt das nicht, dass etwas nicht mehr genießbar ist.

Welche Impulse hast Du für Deine Arbeit im Sozialausschuss bekommen?
Erst einmal große Wertschätzung für das soziale Engagement in unserer Stadt, das sich ja nicht nur beim SkF findet. Es gibt viele kleine und große Akteure, die sich für sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen einsetzen. Die Lokalpolitik braucht ihr Wissen und ihre Erfahrung, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Unser gemeinsames Ziel muss sein, Lösungen zu finden, um der Benachteiligung einzelner Gruppen entgegenzuwirken, damit diese Hilfe immer weniger nötig ist.
Als Vorsitzende des Sozialausschusses möchte ich diese Themen aber immer und immer wieder auf die Tagesordnung setzen und mich weiterhin mit den Akteuren austauschen.


 

Ist unser Heldermannpark in Ibbenbüren noch ein Ort zum Verweilen?

Ist unser Heldermannpark in Ibbenbüren noch ein Ort zum Verweilen?

In diesem Zustand wohl eher nicht!

Die Belebung durch das Gebäude „Lernen Fördern“ hat dem Park sicher gutgetan. Doch schlecht platzierte, beschädigte und verschmutze Bänke, ein völlig vernachlässigter funktionsuntüchtiger Wasserlauf, eine pittoreske, überwucherte Ruine kurz vor dem Verfall, schlecht gepflegte Sträucher laden nicht unbedingt zu einer entspannenden Mittagspause ein.

Dabei hat dieser Park durch seine Lage in der Stadtmitte und dem alten Baum durchaus Potential!

Er ist bereits aufgeräumter und übersichtlicher geworden, doch das reicht leider nicht denn dieser kleine Park könnte zu einem Juwel werden und bedarf einer weiteren Entwicklung und Pflege.

Wir fordern die Stadt auf, hier nachhaltig aktiv zu werden und den Park dauerhaft in einen angemessenen Zustand zu versetzen und zu halten.

Stadtparks sind grüne Oasen und bieten als vernetzte Biotope auch wertvollen Lebensraum für Pflanzen und Tieren und liefern somit einen wichtigen Beitrag für eine hohe Biodiversität. Darüber hinaus sorgen diese grünen Spots für bessere Luft binden Feinstaub und kühlen die Umgebung in Hitzeperioden.

Wir finden das ist Grund genug hier aktiv zu werden für ein grünes Ibbenbüren!


 

Ibbenbüren im Bündnis Sichere Häfen

Wir freuen uns, dass Ibbenbüren dem Bündnis Sicherer Häfen beitritt! 
Eine Mehrheit im Stadtrat hat für den Antrag gestimmt, den wir gemeinsam mit der Linken gestellt haben. 

In der gegenwärtigen Situation ist das eine Gewissensentscheidung. Wir dürfen nicht wegsehen, wenn in Europa die Menschenrechte Geflüchteter mit Füßen getreten werden.

Gemeinsam können die mittlerweile 227 Kommunen und Kreise im Bündnis Sicherer Häfen Druck auf die Bundesregierung ausüben.

Sie muss sich energischer dafür einsetzen, dass die Menschen die Lager im Mittelmeerraum und in Ländern wie Bosnien schnell verlassen können und unter anderem in Deutschland Aufnahme finden. 

Die konkrete Ausgestaltung weiterer Forderungen im Antrag, z. B. die Teilnahme der Kinder aus der ZUE (Zentrale Unterbringungs-Einrichtung) am Unterricht in Ibbenbürener Schulen, wird im Sozialausschuss erfolgen.  Hier hat Svea Nitsche den Vorsitz.

Auf dass Ibbenbüren ein sicherer Hafen wird für Menschen in Not.

 

Foto: Maik Wennemer

 


Migration und Zusammenleben in Ibbenbüren

In Ibbenbüren leben viele Menschen mit Migrationshintergrund. Das ist eine Bereicherung für die Stadt, zugleich muss das Zusammenleben gepflegt werden. Das gilt in besonderem Maß seit 2015, als viele Geflüchtete nach Deutschland und damit auch nach Ibbenbüren kamen.

Bisher funktioniert das Zusammenleben ausreichend gut. Verantwortlich dafür ist das Engagement von Mitarbeiter*innen der Verwaltung, des Begegnungszentrums, der Schulen, der Kirchen, zahlreicher Vereine und Organisationen sowie vieler Ehrenamtlicher. Aktuell gibt es keine systematische Übersicht über die Situation in Ibbenbüren, über die Aktivitäten der verschiedenen Akteure und das, was die Migrant*innen von der Stadt erwarten können. Deshalb hat der Rat 2018/19 die Erstellung eines Integrationskonzeptes beschlossen. Hier warten wir dringlich auf erste Entwürfe.


Wir Grüne stehen für eine Verstetigung der Willkommenskultur, für eine Unterstützung der Migrant*innen beim Einleben in unsere Gesellschaft, die für sie oft schwer verständlich ist und an vielen Stellen unbekannte Hürden aufstellt.

Mit den unterschiedlichen Wurzeln der Menschen in unserer Stadt gewinnen wir eine kulturelle Vielfalt, die in der Begegnung viel Freude vermitteln kann. Gleichzeitig möchten wir dafür sorgen, dass Werte und Prinzipien unserer Gesellschaft vermittelt und beachtet werden. Dazu gehören zum Beispiel Religionsfreiheit sowie die Gleichberechtigung von Frau und Mann und das Gewaltmonopol des Staates. Was wir nicht wollen, ist die Bildung von Parallelgesellschaften. 


Unsere Forderungen:

  • Bündnis 90/ Die Grünen lehnen die Abschiebung von integrationswilligen und integrierten Geflüchteten ab. Vor allem Menschen mit Traumata, körperlicher, psychischer und seelischer Behinderung und schweren Krankheiten dürfen nicht abgeschoben werden. Die Stadt verpflichtet sich, diese Menschen bei drohender Abschiebung besonders zu beraten und zu unterstützen.

  • Die Stadt Ibbenbüren richtet einen Beirat für Integration und Migration bzw. einen Integrationsrat ein, der auch auf politischer Ebene die Eingliederung der Menschen aus den unterschiedlichen Kulturen in der Stadt fördert und ihnen ein Mitspracherecht in den sie betreffenden Fragen gibt. Zur Koordination der vielfältigen Aktivitäten für eine erfolgreiche Integration muss die Stadt Ibbenbüren ausreichend personelle, logistische und finanzielle Ressourcen bereitstellen. Dabei sollte das Begegnungszentrum, das seit Jahrzehnten Anlaufstelle für Zugewanderte in Ibbenbüren ist, einbezogen werden, ebenso wie weitere Institutionen, die sich seit Jahren für Integration einsetzen.

  • Auflösung der ZUE und Unterbringung der dort lebenden Menschen in Wohnungen in der Stadt. Auf dem Gebiet der Stadt liegt eine zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) des Landes. Wir sind für die Auflösung der ZUE, weil die Menschen dort am Ankommen in unserer Gesellschaft gehindert werden. Zugleich werden ihnen Rechte vorenthalten, die eigentlich für alle Menschen in Deutschland gelten. So wird die allgemeine Schulpflicht für Kinder ausgesetzt, und die Gesundheitsversorgung ist eingeschränkt. Solange die ZUE besteht, fordern wir die Einrichtung eines festen Beirates mit Ibbenbürener Bürger*innen, der über die Verhältnisse in dieser Einrichtung berichtet und bei Fehlentwicklungen Einfluss nehmen und die Bewohner*innen der ZUE unterstützen kann.




Wahlwerbung ja, aber Bitte Nachhaltig.

Dürfen wir vorstellen - unsere treuesten und ältesten Wahlplakatrahmen.

Sie begleiten uns nun schon seit vielen Jahren und haben uns bereits bei etlichen Wahlkämpfen unterstützt. Mittlerweile kennen sie sich im gesamten Gemeindegebiet aus, vor einigen Jahren wurde eines sogar nach der Wahl vergessen und musste Wochen später geborgen werden, erinnert sich unser OV-Sprecher.

Wahlwerbung ist auf jeden Fall unverzichtbar, dem stimmen wir voll und ganz zu. Allerdings sehen wir den gegenwärtigen Trend hin zu Einwegplakaten eher kritisch. Diese moderne Wahlwerbung wird aufwendig auf immer größeren und bunteren Verbundstoffen gedruckt und in immer größeren Stückzahlen überall hingehängt. Und das nun sogar an Bäumen die davon eigentlich ausgenommen sein sollten, und das aus naheliegenden Gründen. Klar werden diese Plakate nach der Wahl auch „fachgerecht“ entsorgt, inwieweit diese Entsorgung aber dann einem zeitgemäßen, verantwortungsbewussten Recycling entspricht, lässt sich leider nicht immer nachvollziehen. Daher halten wir auch zukünftig an unseren wiederverwendbaren Schildträgern fest.

Im Rahmen eines Teamevents wird dann immer fleißig gemeinsam das alte Papier abgekratzt und anschließend kräftig gekleistert, um die neuen Papierposter aufzukleben. Außerdem sind wir teilweise auch dazu übergangen, wiederverwendbare UV-beständige Kabelbinder zu verwenden.

Diese Maßnahmen betrachten wir als unseren Beitrag für mehr Nachhaltigkeit, Müllvermeidung und Schonung von Ressourcen, und das auch in der Wahlkampfzeit.


 

Baumschutzsatzung für Ibbenbüren

Wer benötigt eine Baumschutzsatzung und wer profitiert davon?

Die Notwendigkeit der besonderen Unter-Schutz-Stellung des Baumbestandes in Städten und Kommunen wurde in der Vergangenheit bereits lange und sehr intensiv diskutiert, mit völlig gegensätzlichen Argumenten. Doch irgendwie hatte dabei jeder recht.

Außer Frage steht die Notwendigkeit und der Nutzen von Wald und Baumbestand, denn ein durchschnittlich großer Baum verarbeitet über 30.000 Kubikmeter Luft an jedem Tag! Er reinigt diese von Feinstaub, Sporen, Bakterien und produziert dazu ca. 1 kg Sauerstoff pro Stunde, ausreichend Sauerstoff für 50 Menschen. Bäume bedeuten aktiven Klimaschutz! Sie binden nicht nur CO2, sondern speichern und verdunsten Feuchtigkeit. Nebenbei spenden Sie auch noch Schatten, so dass die Sonne diese Flächen nicht mehr erwärmen kann. Damit kühlen sie ihre Umwelt aktiv runter und das kommt uns besonders an den heißen Tagen zugute, von denen wir klimawandelbedingt immer mehr im Jahr haben werden.

Bäume sind Lebensräume, für unzählige Mikroorganismen, Insekten und Vögel! Das ist ihr wichtiger Beitrag zum Artenschutz und für einen gesunden, natürlichen Lebensraum. Gerade in Städten hat es unser Freund der Baum besonders schwer, schließlich muss er an den ihm zugewiesen Ort bis zu seinem Ende ausharren. Er kann nicht einfach das Weite suchen, wenn Trockenheit, Emissionen, Beschädigungen, Rückschnitte oder zu Leibe rückende Straßenbeläge seine Existenz bedrohen.

Viele Bürger wissen nicht, dass es Bundes- und Landesgesetze gibt, für einen umfassenden Schutz der Tiere und der Pflanzen (Flora und Fauna). Wie z.B. das BNatSchG (Bundesnaturschutzgesetz) im § 39 in dem Zeitraum vom 1. März bis 30. September verbietet Bäume zu fällen, Hecken und Gebüsche abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder gänzlich zu entfernen. Es verbietet auch wildlebende Pflanzen von ihrem Standort zu entfernen oder ihre Bestände niederzuschlagen. Das Gesetz verweist aber zusätzlich auf die Landesgesetze und dessen Regelungen, diese wiederum empfehlen den Kommunen individuelle Baumschutzsatzungen. Denkbar kompliziert ist die Gesetzeslage, und schwer zu bewerten der Handlungsspielraum, bewusste oder unbewusste Zuwiderhandlungen werden dann unter Umständen sogar als Straftat gewertet.

Nicht nur um die Bäume zu beschützen, sondern auch aus dem Grunde, den Bürger vor unbewussten Straftaten zu bewahren, sollte es in Ibbenbüren endlich eine Baumschutzsatzung geben. Diese regelt dann auch darüber hinaus, den Schutz des Baumbestandes innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile, sowie den innerhalb der Geltungsbereiche von Bebauungsplänen.

Das Klima befindet sich im Wandel, die Jahreszeiten verschieben sich, es gibt Hitzephasen und extreme Trockenperioden, die nicht nur Einfluss auf das Wuchsverhalten von Pflanzen und Bäumen nehmen, sondern auch auf die Zyklen der wild lebenden Tiere, wie z.B. das Brutverhalten der Vögel heute oftmals nicht mehr in die Schonzeit fällt. Es ist somit heute wichtiger denn je, den Schutz unserer Flora und Fauna ernst zu nehmen und den Schutz unserer Bäume individuell auf die zuvor genannten Bedürfnisse anzupassen, damit sie uns im Kampf gegen den Klimawandel auch zukünftig zur Seite stehen.

Die Bürger müssen für den Erhalt und die Pflege der Bäume mit verschiedenen Maßnahmen unterstützt werden. Durch eine geregelte Unter-Schutz-Stellung ist zusätzlich der private Handlungsspielraum klar definiert und niemand läuft in die Gefahr einer unbewussten Zuwiderhandlung. Wir fordern die Baumschutzsatzung und Baumfördermaßnahmen für Ibbenbüren als eine Klimaschutzmaßnahme, aber auch zum Schutz der Menschen, für eine gesunde, artenreiche und vielfältige Zukunft!

Foto:Maik Wennemer


 

Grün ist Klimaschutz

Der Klimawandel hat bereits massive Veränderungen unserer Umwelt bewirkt und die Dynamik dieses Wandels nimmt stetig zu. Deshalb bildet der Klimaschutz den zentralen Kern grüner Kommunalpolitik, der bei allen Entscheidungen berücksichtigt werden muss.

Grün konkret heißt:  

Einsparungen im Energiebereich und Ausbau der Erneuerbaren Energien im gesamten Ibbenbürener Stadtgebiet.

  • Ibbenbüren muss 2050 vollständig klimaneutral sein.

  • Verstärkter Ausbau der Erneuerbaren Energien durch die Stadt, auch in Kooperation mit den Stadtwerken. (z.B. Fotovoltaik, Windkraft und Biogas).

  • Intensive Förderung des privaten Engagements zum Klimaschutz und bauplanungsrechtliche Vorgaben zur Energieeinsparung und zur Reduzierung fossiler Energieträger.

  • Kein Einsatz von Importkohle im Ibbenbürener Kraftwerk. Das Kraftwerk muss so schnell wie möglich abgeschaltet werden.

  • Aufforstung im Stadtgebiet (z.B. auf den Halden) auch zur Bindung von Kohlenstoff und zur Verbesserung des Binnenklimas in der Stadt.

  • Massive Reduzierung des Flächenverbrauchs durch z.B. vorgeschriebene Doppel- und Mehrfachnutzung von Parkplatzflächen. 

  • Umsetzung einer wirksamen Baumschutzsatzung, die selbstverständlich auch für stadteigene Bäume Gültigkeit haben muss.

  • Jede Ratsentscheidung ist auf ihre Klimaauswirkung hin, zu überprüfen.

Grün ist Förderung privater Umweltschutzmaßnahmen

Grün konkret heißt, private Umweltschutzmaßnahmen und Projekte mit Nachhaltigkeitszielen finanziell zu bezuschussen.

Grün ist Schutz von Wäldern und naturbelassenen Flächen

Grün konkret heißt, den überflüssigen und für die Natur schädigenden Ausbau der K24N zu verhindern.

Grün ist die optimale Behandlung von Abwasser

Grün konkret heißt, eine vierte Klärstufe als Pilot-Anlage zu errichten, um Röntgenkontraststoffe und Mikroplastik aus dem Wasser zu filtern.

Grün ist Fußball auf Natur- statt auf Kunstrasen

Grün konkret heißt, der Tradition treu zu bleiben auf Naturrasen zu spielen und so die Umwelt vor der Belastung mit Mikroplastik aus dem Kunstrasen zu schützen.

Grün ist eine insektenfreundliche Beleuchtung

Grün konkret heißt, die aktuell laufende Umrüstung aller städtischen Leuchtmittel auf LED im Bereich der Farbtemperatur und Lichtstärke so anzupassen, dass keine Insekten davon angezogen werden.

Grün ist Naturschutz

Grün konkret heißt, bestehende Naturschutzflächen auszuweiten und ökologische Landwirtschaft zu fördern.

Grün ist die Renaturierung der Aa.

Grün konkret heißt, Bau einer Umflut zur Entlastung des Aasees und ein energieloses Wasserhaltungskonzept für Grubenwasser nach dem Beispiel des Westfeldes mit strengem Monitoring der Auswirkungen auf die Umwelt und das Grundwasser.

Grün ist Tierschutz vor Ort

Grün konkret heißt, örtliche Tierschutzgruppen sowohl finanziell, als auch aktiv zu unterstützen.

Grün ist die Einführung der Wertstofftonne

Grün konkret heißt, Mikroplastik zu reduzieren, in dem Wertstofftonnen genutzt werden, anstatt Plastiksäcken.


 

Gegen Diskriminierung, Rassismus, Rechtspopulismus und Rechtsradikalismus.

Die Menschheit benötigt ihre gesamte Energie, die drohende Klimakatastrophe aufzuhalten.
Es ist keine Zeit, sich mit Unterschieden zwischen Menschen zu beschäftigen…

 

Die Äpfel sind alle unterschiedlich, aber es sind alles Äpfel!

In den letzten Stunden, Tagen, Wochen, Monaten, Jahren und Jahrzehnten sind in Deutschland, in Europa, in den USA und auf vielen anderen Ländern der Welt, viel zu viele Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Ethnie, ihrer Religion, ihrer Behinderung, ihres Geschlechts, ihrer sozialen Schicht und ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert, traumatisiert, getötet und ermordet worden!

Obwohl wir unsere gesamte Energie daran setzen müssen, die sich anbahnende, weltweite Klimakatastrophe auf unserem einzigen Planeten Erde aufzuhalten, schießen rechtspopulistische Staatsregime wie Pilze aus dem Boden und schüren noch mehr Angst, Hass und Krieg.

Der notwendige Lockdown und der wirtschaftliche Stillstand durch die Corona-Pandemie in nahezu allen Ländern der Erde, haben uns gezeigt, wie die Natur und die Umwelt sich erholen und dass wir solidarisch und zuversichtlich sein können.

Aber: Die meisten Regierungen haben nicht aus der Pandemie gelernt. Der umweltzerstörende Wirtschaftswachstumswahnsinn geht weiter, Rassismus und Rechtsradikalismus werden weiterhin ignoriert, Arme werden ärmer und Reiche werden reicher und über systemrelevante Berufe spricht auch keine Regierung mehr.

B90/ Die Grünen Kreisverband Steinfurt fordert die Bundesregierung auf, sofort sämtliche Maßnahmen gegen Diskriminierung, Rassismus, Rechtspopulismus und Rechtsradikalismus in allen Bereichen, vor allem im digitalen Bereich zu fördern und zu unterstützen. Ebenso fordert B90/ Die Grünen Kreisverband Steinfurt die Bundesregierung auf, im gleichen Zuge, alle wirksamen Maßnahmen zu ergreifen, jetzt endlich den Klimawandel zu stoppen.

Jetzt kommt es auf Deutschland und Europa an. Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt, wo ein „weiter so“ bedeutet, dass unsere Enkel und Urenkel keine Überlebenschance auf diesen einzigartigen Planeten Erde haben.

Diese Resolution wurde am 14.06.2020 in der Kreismitgliederversammlung verabschiedet.

Foto: Karl-Heinz Löckener
 


 

Nein zum weiteren Ausbau der K24N

Die Nordanbindung der K24N vom Kreisel bei Löbke hoch zur Osnabrücker Straße ist noch nicht vom Tisch!

Wir lehnen den weiteren Ausbau der Westumgehung in Laggenbeck strickt ab, denn dieser ist gänzlich überflüssig und entlastet den Ortskern in einem nur sehr geringen Maße (ca.4%).

Die neu geplante Trasse in der „Variante Kümperweg“ erfordert aufgrund der angrenzenden Wohngebiete kostenintensive umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen und stellt einen unmittelbaren und auch nachhaltig erheblichen Eingriff in die Natur dar! Das Waldgebiet Rochus wird von den umliegenden Siedlungen als Naherholungsgebiet genutzt und bietet Lebensraum für viele Tierarten.

Die inzwischen ausgebaute Mettinger Straße ist völlig ausreichend um den vorhandenen und auch zukünftigen Verkehr aufzunehmen. Eine weitere Zunahme des Verkehrs durch die Entwicklung des Zechengeländes und dem Nordschacht in Mettingen sehen wir nicht kommen.

Wir fordern somit keinen weiteren Ausbau der K24N!

#Lebensraumschützen #WaldistKlimaschutz #K24No-Go

Vielen Dank an Naturfoto Baumeister für diese tolle Aufnahme!


 

Artenschutz

Der dramatisch fortschreitende Rückgang von Tier- und Pflanzenpopulationen weltweit, und auch regional ist inzwischen wissenschaftlich belegt.

So müssen wir uns die Frage stellen, wie intensiv können wir noch die Ressourcen unseres Planeten nutzen, ohne die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen zu zerstören?

Naturnahe Grünflächen in Städten und Gemeinden sowie Blühstreifen und Blumenwiesen in heimischen Gärten liefern einen wichtigen Beitrag, und bieten wertvollen Lebensraum für unzählige Vögel und Insekten.

Viele Insektenarten sind vom Aussterben bedroht und finden in Monokulturen und sterilen Gärten keinen Lebensraum mehr!

Hier ist Umdenken gefragt: Nicht nur in der Städteplanung, schon vor der eigenen Haustür leisten blühende Pflanzen einen wichtigen Beitrag! Dabei sind heimische Gehölze und Blühpflanzen zu bevorzugen, denn nur diese bieten den Tieren ausreichend Nahrung und Lebensraum.

Wir sind für mehr #Artenschutz vor unserer Haustür, und für mehr Beiträge zur #Artenvielfalt als Lebensgrundlage zukünftiger Generationen.

#Artenschutz #Artenvielfalt #Bienenweiden #Blühstreifen #Gruenestadt #Insektensterben


 

Intelligenter Einsatz von Licht

Seit der Nutzung des elektrischen Lichts leuchten unsere Städte 4000% heller als das natürliche Nachtlicht. Eine weitere Zunahme der Lichtverschmutzung um jährlich 2-3 % wird erwartet.

Grund hierfür ist unter anderem die immer höhere Effektivität und Effizienz von Kunstlicht. Leuchtmittel werden 1:1 ausgetauscht, obwohl neuere Leuchtmittel heller und weiter leuchten; Gebäude werden dauerhaft angestrahlt und es gibt immer mehr und hellere Werbeschilder.

Dieser exzessiver Einsatz von nächtlichen Kunstlicht hat erhebliche Auswirkungen auf Mensch und Natur in unserer unmittelbaren Umwelt. Pflanzen werden in ihrem Biorhythmus gestört, Menschen und tagaktive Tiere, vor allem Insekten können nicht komplett regenerieren. Nachtaktive Insekten ändern ihr Verhalten bei Bestäubung, Fortpflanzung und Futtersuche. Sie umschwärmen Straßenlaternen bis zur tödlichen Erschöpfung oder werden Beute von angelockten Jägern.

Licht muss daher zukünftig sinnvoll eingesetzt werden!

Dies kann auf vielen verschiedenen Wegen geschehen.Eine intelligente Beleuchtung wird bereits erfolgreich am Wieskebrook umgesetzt. Weitere Möglichkeiten sind die Abschaltung jedes zweiten Leuchtpunktes (=Laterne), bzw. eine andere Planung der Abstände bei Neumontage (besser viele schwache Leuchtpunkteals wenige helle) und vor allem die Wahl der richtigen Lichtfarbe und Helligkeit (unter 2700 Kelvin und möglichst geringe Lumen-Werte).

Diese Lösungswege können recht einfach und teilweise auch sehr schnell umgesetzt werden. Vor allem, da Ibbenbüren bereits plant, alle städtischen Leuchtmittel auf LED umzustellen, muss hier nur auf die o. g.Lichtfarbe und Helligkeit geachtet werden. Auf diesem Weg können wir unseren Beitrag gegen die Lichtverschmutzung sowie für Energieeinsparung und Artenschutz leisten.

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