Unsere Halden heute und morgen

Die Ibbenbürener Grünen nahmen die Diskussion über die zukünftige Nutzung der Bergehalden der RAG auf dem Dickenberg zum Anlass, die beiden Halden in Augenschein zu nehmen und sich gemeinsam über die aktuelle Situation vor Ort zu informieren.

Dr. Marlene Klatt und RAG-Forstverwalter Norbert Börgel führten die Mitglieder des Ortsverbandes in einem nachmittagsfüllenden Programm über die nahezu vollständig renaturierte Hopstener Halde, sowie über die Rudolfshalde, die beide aktuell noch Betriebsgelände und somit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Auf der Rudolfshalde werden derzeit Vorkehrungen getroffen den Aushub des geplanten Grubenwasserkanals unterzubringen, wo hingegen auf der Hopstener Halde im Bereich ehemaliger Schlämmbecken auf Initiative der Janusz-Korczak Schule bereits eine großzügige Streuobstwiese entstanden ist. Die Schülergruppe „Haldenhelden“ hatte 2016 dafür einen Förderpreis der RAG-Stiftung für diese Idee der Nachnutzung bekommen.

Hier erwartete die Besucher eine üppige Vegetation mit unzähligen blühenden Blumen, aufwendig angelegten Biotopen und eine außergewöhnliche Vogelpopulation. Grundsätzlich kann man sagen, dass sich bereits auf beiden Halden die Natur mit großen Schritten entwickelt und sowohl die Steilhänge als auch die Hochplateaus zurückerobert hat, mit dem Ergebnis, dass sich sogar Uhus, Feldlerchen und Wiesenpieper angesiedelt haben.

Gerade jetzt in der Übergangsphase ist es wichtig, die Weichen für die Nutzung der Bergehalden zu stellen, um zukünftig der Verantwortung für diese besonderen Landschaftsbauwerke im Sinne von Mensch und Natur gerecht zu werden. 

Fotos: Svea Nitsche