Pressemitteilung Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen
Fischsterben am Aasee-Wehr stoppen: Umflut jetzt bauen!
Am Wehr scheitern Fische regelmäßig – und der Aasee droht wieder zu verschlammen,
dabei liegt eine Machbarkeitsstudie, die die eindeutige Lösung beschreibt, vor.
Wir fordern: Umflut/Bypass jetzt umsetzen – für eine durchgängige Aa und weniger Folgekosten.
Unterhalb des Aasees erholt sich der Fischbestand, scheitert aber am Aufstieg zum Laichen im
Aasee komplett am technischen Nadelöhr:
Wehr und Fischtreppe. Wir wollen die Aa als lebendigen Fluss und dieses Problem nicht länger
hinnehmen. Auch finanziell ist Abwarten teuer: Die letzte Entschlammung kostete rund
1,5 Mio. € komplett aus dem Stadtsäckel. Der geplante Sandfang wurde zwar öffentlich als
gefördertes Projekt vorgestellt – lösen wird er das Problem aber nicht: Er hält Sand zurück,
muss aber auch immer wieder geleert werden.
Außerdem fehlt dieser Sand im weiteren Verlauf, da gräbt sich die Aa hinter dem Aasee immer
tiefer ein. Ohne wirksame Umflut drohen neue Schlamm- und Nährstoffeinträge – und die
nächste Rechnung. Die Lösung ist klar: Ein Umgehungsgerinne (Umflut/Bypass) für Tier und
Sand stellt die ökologische Durchgängigkeit her und entlastet den Aasee.
Das ist wirksamer und praktischer Gewässerschutz, gut für Natur, für wertvolle und beliebte
Naherholung und unseren Haushalt.
Zitat Machbarkeitsstudie: „Ohne die geplante Aasee-Umflut … wäre die Erreichung eines
‚guten Zustandes‘ der Ibbenbürener Aa … ausgeschlossen.“
Wir erwarten von Verwaltung und Ratsmehrheit einen verbindlichen Fahrplan:
Planung abschließen, Förderung beantragen (80%), Finanzierung klären, bauen.
Jede weitere Verzögerung kostet Geld – und Tierleben.
Wenn an Wehr und Fischtreppe immer wieder Tiere sterben müssen oder zu Schaden kommen –
obwohl man das verhindern könnte –, dann ist das nicht nur schlimme Tierquälerei, sondern
kann auch gegen Naturschutzgesetze verstoßen.
Deshalb: Jetzt handeln.