Vogelkundliche Wanderung mit den Grünen Ibbenbüren
„Ja, ich sehe ihn! Ganz deutlich!“ Der Blick durchs Fernrohr holte den Großen Brachvogel nah heran. Dabei blieben die begeisterten TeilnehmerInnen der Vogelwanderung im Feuchtgebiet Saerbecker Feld immer außerhalb des Naturschutzbereichs. Auf keinen Fall sollten die Vögel in ihrer Ruhe gestört werden.
Die vogelkundigen Grünen-Mitglieder Paul Klingenberg und Karl Löckener hatten zu der Wanderung eingeladen. Sie berichteten von der Entstehungsgeschichte und Bedeutung der Feuchtgebiete, die in der Region ein wichtiges Netz von Rückzugsgebieten für viele gefährdete Vogelarten bilden. Paul Klingenberg: „Diese Grünlandflächen sind wichtig für den Artenschutz. Aber auch für den Klimaschutz, weil sie auch als CO2-Speicher dienen.“ Deshalb beobachten die Grünen auch mit Sorge die Diskussion um stillgelegte Flächen, die wieder zur Bewirtschaftung freigegeben werden sollen.
Viele seltene Vogelarten konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beobachten: Großer Brachvogel, Kiebitz, Goldammer, Schwarzkehlchen und Kornweihe kamen vor die Linsen ihrer Ferngläser. Paul Klingenberg und Karl Löckener erklärten Verhalten und Gewohnheiten der Vögel. Die meisten Wiesenvögel sind Bodenbrüter und deshalb vielerlei Gefahren ausgesetzt. Ein großes Problem ist die wachsende Zahl von Füchsen. „Deshalb werden wir auch hier in den nächsten Tagen einen Elektrozaun aufstellen, damit der Fuchs nicht die Gelege ausräubert“, erklärte Karl Löckener.