Vortrag zum Thema Frauen in den sozialen Netzwerken
Wer nicht mitmacht, überlässt nur anderen das Feld. So einfach ist das, erklärt am Freitag Dr. Derya Gür-Şeker im Grünen Büro. Die Professorin der Universität Bonn-Rhein-Sieg informierte über Soziale Medien und die Rolle von Frauen.
Das Thema ist für die Grünen aktuell. Der Europawahlkampf steht vor der Tür. Und Soziale Medien, so Gür-Seker, spielen eine große Rolle. Sie war selbst einmal grüne Landtagskandidatin und weiß aus Erfahrung: „Es gibt Hass und Sexismus, Frauen werden oft angegriffen.“ Aktuelle Studien besagten, dass sich viele Frauen deshalb bewusst zurückziehen.
Dabei seien 52 Prozent der Deutschen mindestens einmal in der Woche online. Gerade Jugendliche erreiche man vorwiegend über Instagram oder Tiktok. Dieses Feld dürfe man nicht dem einen Prozent jener Akteure überlassen, „die sehr laut sind“.
Gür-Şeker ermunterte Frauen dazu, selbst markante Online-Profile aufzubauen: „Alles dreht sich um die Marke. Und die Marke ist die Person.“ Auch, wenn man eine Abneigung dagegen habe.
Den Frauen empfahl die Expertin ein professionelles Herangehen: Planung, Zielgruppenanalyse, einheitliches Design. Und auch dann seien die Sozialen Medien nicht kalkulierbar: „Mein erfolgreichstes Bild bei X zeigt mich und meine Mutter, als wir meine Habilitationsurkunde abholten.“ 330.000 Mal geklickt, 10.000 Likes, 519 Kommentare. Besser geht’s kaum.