Vom „Gendern“ oder viel Lärm um Nichts?
Bis zum Kriegsbeginn in der Ukraine wurde hitzig um das Thema „Gendern“ gestritten. Nun ist die Devise plötzlich: „mehr Geopolitik und weniger Gendersternchen“. Sind das Gender-Thema und die damit zusammenhängenden Fragen von Geschlechtervielfalt und -gerechtigkeit nur ein Luxusproblem unserer Wohlstandsgesellschaft? Die Ibbenbürener Grünen wollen darüber eine Diskussion führen und aufzeigen, welche Bedeutung und Wirkung das „Gendern“ wirklich hat. Sie laden ein, zu einem Vortrag und anschließender Diskussion mit Dr. Dirk Schulz, Kulturwissenschaftler aus Köln.
Im Vortrag soll zum einen herausgestellt werden, warum Geschlechtervielfalt und -gerechtigkeit eine für alle wichtige und für manche sogar existentielle Frage ist. Zum anderen, warum Sprache immer in wissenschaftlichen, gesellschaftspolitischen, rechtlichen, medizinischen und kulturellen Zusammenhängen betrachtet werden sollte. Im Anschluss an den Vortrag freuen sich die Grünen auf eine hoffentlich lebhafte und gerne auch kontroverse Diskussion.
Der Referent Dr. Dirk Schulz ist Kulturwissenschaftler und seit 2012 Geschäftsführer der zentralen wissenschaftlichen Einrichtung GeStiK (Gender Studies in Köln) an der Universität zu Köln. Seit 2018 ist er Sprecher der KEG (Konferenz der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung im deutschsprachigen Raum). Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind Gender/Queer Studies, Englischsprachige Literatur und Kultur, Kritische Theorien, Medien- und Pop-Kultur.
Die Veranstaltung findet am 18. März um 18:30 Uhr statt in der Geschäftsstelle der Grünen Ibbenbüren in der Brunnenstraße 12. Der Eintritt ist frei, es gelten die aktuellen Corona-Regeln.
Interessierte können sich gerne bei Svea Nitsche per E-Mail unter svea.nitsche@gruene-ibbenbueren.de anmelden.