Geballte Frauenpower – Frauentag beim OV Ibbenbüren

Teilnehmer bei der Veranstaltung "Geballte Frauenpower" am Frauentag beim OV Ibbenbüren
v.l.n.r. Svea Nitsche, Silke Wellmeier, Bärbel Höhn, Gudula Benning

v.l.n.r. Svea Nitsche, Silke Wellmeier, Bärbel Höhn, Gudula Benning

Geballte Frauenpower versammelte sich am Internationalen Frauentag in der neuen Grünen-Geschäftsstelle in der Brunnenstraße in Ibbenbüren. Die Organisatorinnen Svea Nitsche und Gudula Benning begrüßten rund 40 engagierte Frauen aus Politik, Kultur und Gesellschaft. Besonders freuten sie sich, dass Bärbel Höhn, ehemalige grüne NRW-Landwirtschaftsministerin, extra aus Oberhausen angereist war. Ebenso begrüßten sie Silke Wellmeier, Kandidatin der Grünen für die Landtagswahl am 15. Mai.

Die Grünen hatten eingeladen zum Film „Die Unbeugsamen“, einer packenden Dokumentation darüber, wie Frauen in männliche Gefilde eindringen und Politik verändern. Im Anschluss entwickelte sich ein Gespräch mit Bärbel Höhn über ihre eigenen Erfahrungen und die Perspektiven für Frauen heute. „Wir können uns nicht auf dem Erreichten ausruhen. Gerade die Angriffe gegen junge Frauen wie Annalena Baerbock oder Luisa Neubauer sind unerträglich.“ Die Frauenquote bei den Grünen habe sich bewährt und könne auch in der Wirtschaft viel verändern. Bärbel Höhn appellierte an das Selbstbewusstsein der Frauen und mahnte zu Solidarität untereinander und mit den Männern, die sich für Gleichberechtigung einsetzen. „Wenn Frauen mit sexistischem Verhalten konfrontiert werden, ist das nicht ihr persönliches Problem. Es ist eine Herausforderung für die ganze Gesellschaft.“

Vor und nach der Veranstaltung hatten die Frauen Gelegenheit, auf dem Büchertisch zu stöbern, den Monika Heilemann vom Buchladen Am Alten Posthof zusammengestellt hatte. Rund 150 Euro spendeten die Gäste an diesem Abend für die Initiative „Den Kindern von Tschernobyl“, die Hilfe für die vom Krieg geplagten Menschen in der Ukraine organisiert. Gudula Benning: „Dieser katastrophale Krieg zeigt einmal mehr, dass wir Frauen uns einmischen müssen. Wenn Frauen in der russischen Politik mehr Einfluss hätten, wäre es womöglich nicht zu diesem Überfall auf die Ukraine gekommen.“