Schließung der Geburtshilfe in Ibbenbüren

Flyer Einen guten Start ins Leben!

Stellungnahme der Grünen Ibbenbüren zur Schließung der Geburtshilfe in Ibbenbüren

Die bestmögliche und ortsnahe Versorgung von Frauen und Neugeborenen ist ein wichtiger Baustein in der Gesundheitsversorgung der Bürger. Diese ist durch die Schließung der Gynäkologie im Klinikum Ibbenbüren gefährdet. Das bedauern wir außerordentlich. Es werden hierfür in erster Linie personelle  aber auch wirtschaftliche Gründe angeführt.  Das mag subjektiv richtig sein, ist aber eine Entwicklung in eine falsche Richtung. Der Personalmangel hat Ursachen auch im politischen Handeln. Die Hebammen haben eine Sonderstellung  im medizinischen Bereich mit einem hohen Verantwortungsgrad.  Die angestrebte Akademisierung des Hebammenberufes ist daher grundsätzlich zu begrüßen. Dies führt aber auch zum aktuellen Personalmangel. Eine angemessene Vergütung ist dazu auch noch nicht geregelt. Bei einem Einkommen von ca. 2800,– € mtl. ist zudem eine Haftpflichtversicherung von 10.000,– €  fällig.  Auch die Betreuungsschlüssel für Hebammen sind nicht ausreichend und führen zu einer Überlastung und evtl. Berufswechsel. Für einen Berufseinstieg oder Wiedereinstieg ist das wenig attraktiv.

Dass Kliniken wirtschaftliche Probleme bekommen, wenn sie eine Geburtshilfe ortsnah vorhalten ist nicht akzeptabel. Fallzahlen als wichtiges Abrechnungskriterium bilden nicht die ortsnahen Bedarfe ab. Es müssen neue Abrechnungsmodelle her, die die  Geburt endlich entsprechend ihrem Betreuungsaufwand vergüten.

Das hilft dem Klinikum in der aktuellen Situation zwar nicht, aber trotzdem wollen wir erreichen, dass alle Gebärenden  eine wohnortnahe Geburtshilfe erhalten. Es reicht nicht, wenn das MaGS NRW eine hochwertige Versorgung mit geburtshilflichen Leistungen als wichtiges Anliegen darstellt, dann aber nichts mehr tut. Lokale Gesundheitszentren für Geburtshilfe wären z.B. ein Ansatz.

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