Grüner leben – Vortrag und Diskussion der Grünen zu Zero Waste

Stilleben von Handtüchern, Zitrusfrüchten, Fläschchen, Wäscheklammern

Grüner leben – Vortrag und Diskussion der Grünen zu Zero Waste

Mit viel Interesse wurde der Online-Vortrag der Grünen Ibbenbüren zum Thema Abfallvermeidung am 02. Juni 2021 verfolgt.

Die Zero-Waste-Bewegung hat sich auf die Fahnen geschrieben, im Alltag Müll weitestgehend zu vermeiden. Jurrien van der Werff von Zero Waste Münster e. V. verdeutlichte den Teilnehmer*innen aus Recke, Hopsten, Hörstel und Ibbenbüren, welche Möglichkeiten es im Alltag gibt, dieses Ziel zu erreichen. Dabei kann man die Grundgedanken in fünf Felder aufgliedern. Im Englischen ordentlich mit dem gleichen Anfangsbuchstaben gekennzeichnet, kann „Refuse, reduce, reuse, recycle, rot“ wie folgt übersetzt werden:

Refuse – etwas nicht kaufen: Brauche ich für jeden Raum im Haus ein eigenes Putzmittel oder putze ich mit Mitteln, die sich bei unseren Großeltern schon bewährt haben, wie z. B. Essig, Natron und Zitronensäure?

Reduce – Reduzieren: Brauche ich die Großpackung dieses Lebensmittels, obwohl ich weiß, dass ein Teil davon verderben wird?

Reuse – Wiederverwenden: Brauche ich noch eine weitere Plastik- oder Papiertüte oder bringe ich lieber einen Beutel zum Einkaufen mit?

Recycle – Recyceln: Brauche ich das flüssige Shampoo, das zum großen Teil aus Wasser besteht, in der Plastikverpackung oder probiere ich mal die feste Haarseife in der Pappschachtel aus (die sich leichter recyceln lässt)?

Rot – Kompostieren: Brauche ich für meinen Garten chemisch hergestellten Dünger aus dem Fachhandel oder stelle ich aus meinen Küchenabfällen selbst natürlichen Dünger her?

Bei der anschließenden Diskussion steuerten die engagierten Zuhörer*innen viele gute Tipps und Anregungen bei, z. B. Wachstücher zum Einpacken von Broten oder als Abdeckungen für Schüsseln selbst herzustellen oder einfach Brot doch mal wieder selbst zu backen. Auch der wichtige Aspekt „Reparieren“ kam zur Sprache: Muss ich ein defektes Gerät tatsächlich entsorgen oder kenne ich jemanden, der mir hilft, es zu reparieren?

Das Ziel der Zero–Waste-Bewegung ist zwar sehr vorbildlich, aber – hier waren sich die Teilnehmer*innen einig – diesen Vorsatz in Gänze zu verwirklichen ist sehr ambitioniert. Daniela Tietmeyer von den Grünen meinte dazu: „Besser, man fängt mit den kleinen Dingen an und stellt sich die Frage: Wo stand ich vor einem Jahr mit meinem Müllberg und wie sieht mein Abfallaufkommen heute aus?