Treffen mit der Bürgerinitiative K24 Nogo

Treffen mit der Laggenbecker Bürgerinitiative zu K24n

K24 no go lautet die Devise der Laggenbecker Bürgerinitiative gegen den weiteren Ausbau der K24n.

Die Diskussion um die Fortführung der Kreisstraße vom Löbkekreisel, hoch zur Osnabrücker Straße bei Siemon, zieht sich inzwischen über Jahrzehnte hin, ein echter Dauerbrenner, der einfach nicht tot zu kriegen ist.

Grund genug für den Ortsverein der Grünen Ibbenbüren, sich vor Ort zu informieren und mit den sachkundigen und äußerst engagierten Vertretern der Bürgerinitiative, am Mittwoch den 08.07.20, zu einem konstruktiven Informationsaustausch zu treffen.

Gemeinsam wurde die geplante Trasse abgeschritten und die Problematik dieses kostspieligen Projektes besprochen. Neben dem erheblichen Eingriff in die Natur sehen die Anwohner aber noch weitaus mehr Probleme, welche in keiner der Umweltverträglichkeitsprüfungen berücksichtigt wurden. Die geplanten unmittelbaren Siedlungsausfahrten auf die Kreisstraße, die zum Teil sehr unübersichtlich sind, stellen in Verbindung mit den dort verlaufenden Radwegen eine unmittelbare Gefahr für jeden Verkehrsteilnehmer dar. Hinzu kommen zusätzlich zu erwartende Lärmbelastungen für die angrenzenden Siedlungen, durch den fehlenden Baumbestand unterhalb, sowie durch den tiefen Einschnitt zur Osnabrücker Straße oberhalb, denn die geplante Trasse liegt teilweise bis zu 6m (!) unterhalb des aktuellen Niveaus, um den landschaftsbedingten enormen Höhenunterschied ausgleichen zu können.

Alles in allem kann man sagen, dass die derzeitigen Planungen heute komplett überholt sind, so die Bürgerinitiative. Aktuellen Messungen zu Folge, ist durch den Ausbau heute keine nennenswerte Verkehrsentlastung mehr zu erwarten. Das Bergwerk ist geschlossen, die Alpenstraße und die Mettinger Straße inzwischen ausgebaut und letztere sogar mittels Ampelkreuzung an die Osnabrücker Straße angebunden. Außerdem ist ein weiterer Ausbau der Nordschachtgeländes als Industriegebiet nicht mehr zu erwarten.

In heutigen Zeiten, in denen wir ein besonderes Augenmerk auf den Klimaschutz legen, sollte man nochmal überdenken, ein wertvolles Stück Natur mit einem alten Baumbestand, für ein derart unnötiges Straßenbauprojekt zu entfernen. Auch wenn hier Ausgleichsflächen vorgesehen sind, so sind diese weit entfernten Aufforstungen für Ibbenbüren und die Spaziergänger, Wanderer und Jogger wertlos, und es ist wohl auch nicht zu erwarten, dass Fledermaus, Waldkauz und der Uhu mit umziehen werden.

In dem Sinne K24 nogo! #k24nogo

Foto:Maik Wennemer