Intelligenter Einsatz von Licht

Seit der Nutzung des elektrischen Lichts leuchten unsere Städte 4000% heller als das natürliche Nachtlicht. Eine weitere Zunahme der Lichtverschmutzung um jährlich 2-3 % wird erwartet.

Grund hierfür ist unter anderem die immer höhere Effektivität und Effizienz von Kunstlicht. Leuchtmittel werden 1:1 ausgetauscht, obwohl neuere Leuchtmittel heller und weiter leuchten; Gebäude werden dauerhaft angestrahlt und es gibt immer mehr und hellere Werbeschilder.

Dieser exzessiver Einsatz von nächtlichen Kunstlicht hat erhebliche Auswirkungen auf Mensch und Natur in unserer unmittelbaren Umwelt. Pflanzen werden in ihrem Biorhythmus gestört, Menschen und tagaktive Tiere, vor allem Insekten können nicht komplett regenerieren. Nachtaktive Insekten ändern ihr Verhalten bei Bestäubung, Fortpflanzung und Futtersuche. Sie umschwärmen Straßenlaternen bis zur tödlichen Erschöpfung oder werden Beute von angelockten Jägern.

Licht muss daher zukünftig sinnvoll eingesetzt werden!

Dies kann auf vielen verschiedenen Wegen geschehen.Eine intelligente Beleuchtung wird bereits erfolgreich am Wieskebrook umgesetzt. Weitere Möglichkeiten sind die Abschaltung jedes zweiten Leuchtpunktes (=Laterne), bzw. eine andere Planung der Abstände bei Neumontage (besser viele schwache Leuchtpunkteals wenige helle) und vor allem die Wahl der richtigen Lichtfarbe und Helligkeit (unter 2700 Kelvin und möglichst geringe Lumen-Werte).

Diese Lösungswege können recht einfach und teilweise auch sehr schnell umgesetzt werden. Vor allem, da Ibbenbüren bereits plant, alle städtischen Leuchtmittel auf LED umzustellen, muss hier nur auf die o. g.Lichtfarbe und Helligkeit geachtet werden. Auf diesem Weg können wir unseren Beitrag gegen die Lichtverschmutzung sowie für Energieeinsparung und Artenschutz leisten.

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