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Gesamtschule in Ibbenbüren muss endlich kommen


Seit rund 20 Jahren verhindert eine Schulpolitik ohne Visionen in Ibbenbüren die von den Grünen geforderte Gesamtschule. In der Zwischenzeit haben Generationen von Eltern Tatsachen geschaffen, die auch Anhänger des dreigliedrigen Schulsystems nicht mehr ignorieren können: Die Anmeldungen für die Ibbenbürener Hauptschulen gehen kontinuierlich zurück, so dass ihr Bestand teilweise gefährdet ist. Die städtische Anne-Frank-Realschule platzt aus allen Nähten, die bischöfliche Roncalli-Realschule muss jährlich Dutzende Schüler ablehnen. Die Zahl der Gymnasiasten steigt. Auch überzeugend engagierte Lehrerkollegien an den Hauptschulen sowie die Bemühungen der abgewählten CDU/FDP-Landesregierung konnten nicht verhindern, dass der Hauptschule das Stigma „Restschule“ anhaftet. Gleichzeitig beobachten die Ibbenbürener einen enormen Zulauf zu den Gesamtschulen in Rheine und Saerbeck. Sie haben sich längst als zeitgemäße Schulform bewährt.


Die Grünen setzen sich für ein Ende der Drei-Klassen-Gesellschaft in unserem Schulsystem ein. Die Gesamtschule stellt einen sicheren Weg aus der Hauptschul-Misere dar. Die Gesamtschule fördert soziale Kompetenz statt Abgrenzung, sorgt für eine flexible Schullaufbahn anstelle verfrühter Festlegung auf eine Schulform, bietet Ganztagsschule mit pädagogischem Konzept statt ganztägigem Unterricht mit behelfsmäßiger Betreuung und Verpflegung.

Ibbenbüren ist stolz auf seine Rolle als Schulstadt in der Region und sollte angesichts des demografischen Wandels alles tun, um insbesondere jungen Familien viele gute Gründe für eine Ansiedlung in der Stadt zu liefern. Die Prognosen des Schulgutachtens belegen einen gesicherten Bedarf für eine Gesamtschule in der Zukunft. Es ist höchste Zeit, in Ibbenbüren eine Gesamtschule einzurichten!